In der Denkweise der 1970er Jahre stecken
geblieben...
Leserbrief an Zeitung "Österreich"
Welche Chancen solche Zuschriften bei der dort herrschenden "Objektivität"
haben, kann man sich vorstellen. Trotzdem,...
Sehr geehrte Redaktion!
Der Artikel "Asfinag lässt Wien
im Stauchaos ersticken" in Ihrer Zeitung vom 17. Mai von C. Mierau zeigt,
wie sehr der Verfasser - so wie leider viele Verkehrspolitiker - in der
Denkweise der 1970er Jahre stecken geblieben ist. Damals waren große
Umfahrungsringe aktuell, so manche europäische Großstadt (z.B. Paris,
München) hat damals so was gebaut und damit die Verkehrsprobleme nicht
gelöst. Auch eine Nordostumfahrung Wiens samt Lobautunnel wird hier keine
Verkehrsprobleme lösen, da dann um 100 000 Autos mehr unterwegs sein
werden im Raum Wien als derzeit. Eine besonders schlimme Illusion ist die
Behauptung, die Staus auf der Tangente würden dadurch verschwinden. Selbst
die Experten der Asfinag, die die Wirkung ihrer Bauwerke sicher nicht
unterschätzen, haben uns vorgerechnet, dass die Tangente nicht einmal um
10 Prozent entlastet wird durch die Nordostumfahrung.
Bitte holen Sie stets die neuesten
Informationen ein! Die Staus auf der Eßlinger Hauptstraße und in Aspern
sind seit Jänner 2011 weg, da zur Stoßzeit einige zusätzliche Busse
eingesetzt werden auf der Linie 26 A. Die Verkehrsteilnehmer sind bereit
auf Bus, Bim etc. umzusteigen, wenn dort Platz ist, und die Fahrzeiten
einigermaßen stimmen. Für solche Maßnahmen sollten sich Medien, wie z.B.
das ihre, einsetzen, das wäre zeitgemäß.
Georg Hartl
1220 Wien
0676/3596 578