WiF   -  Wiener Forum  - 7. 5. 2011

Lieber BesucherInnen dieser Ineternetsite:
Auch, wenn die Statements ziemlich umfangreich sind, möchte ich Ihnen weitere Rückmeldungen im Sinne einer fairen Diskussion nicht vorenthalten sonder z.T. in gestraffter Form weitergeben.
Georg Hartl
 
Weitere Statements:
 
Listen-Teilnehmer A:
Es wurde nach Stilllegung der Nebenbahnen in NÖ kein adäquater Busverkehr eingerichtet.
Man beachte:
* das wichtigste Ticket der OeBB, das EinfachRausTicket, gilt auf Bussen nicht,
* schaukelnde, dröhnende Busse, die an jedem Misthaufen stehenbleiben und daher doppelt solange brauchen wie die Bahn, wenn sie überhaupt fahren können (siehe Wachau-Schuelerbusse), sind zur gemütlichen Fahrt unbrauchbar, eher für Schwindel und Übelkeit,
* werden mangels Akzeptanz noch leichter ausgedünnt und eingestellt

Der BUS hat keinesfalls eine bessere CO2-Bilanz je km als die Bahn.
 
Nur noch wenige Zugverbindung auf rentablen Strecken wie in den USA?   
Bravo! Die USA als Musterbeispiel für Verkehr und Energieeffizienz. Der Witz war gut, ich bevorzuge schweizerische Verkehrspolitik.

Die Zahlen in der Tabelle der letzten Aussendung sind eindeutig manipuliert!
http://www.co2-emissionen-vergleichen.de/verkehr/CO2-PKW-Bus-Bahn.html#CO2-PKW-Flugzeug-Bus-Bahn )

Aus der Tabelle ist leicht ersichtlich, dass es sich um einen Autolobbyisten handelt, der mit geschönten Zahlen arbeitet. Z.B. bedeutet "Reisebus" wohl, dass er einen gecharterten vollbesetzten Bus meint, 20g gehen sich trotzdem nie aus, bei der Bahn schon.

Ich vertraue daher eher den Zahlen von Klaus Renolder, einem Waldviertler Arzt. Außerdem rechnet der auch die Herstellung des Fahrzeugs ein: http://www.oekonews.at/index.php?mdoc_id=1039031
Auto, Flugzeug: 250g/Pkm (Personen-km)
Hybridauto, spärlich besetzter Autobus: 140g/Pkm
E-Auto, typ. Autobus, Deutsche Bahn: 56g/Pkm
OeBB, U-Bahn, Straßenbahn: 20g/Pkm
Fahrrad:   1g/Pkm

Die Infrastruktur sollte man auch im Hinterkopf behalten:
Bei Lokalbahnen liegen oft 100jaehrige Gleise (die dazugehörigen Schwellen sind nur oft der Grund für Akzeptanzminimierende 10 km/h-Langsamfahrstellen), 100 Jahre Strassenerhaltung auf Busstrecken braucht ein vielfaches an Material und Sanierungsaufwand, also auch Ressourcen und CO2.

Ein Problem scheint zu aber sein, dass manche Landeskaiser in der Bahn "rote" Infrastruktur sehen, die es zu vernichten gilt...
 
 
Listen-Teilnehmer B:
Die Zahlen der Tabelle kommen mir komisch vor. Alles was ich bisher gesehen habe, zeigt die Bahn als umweltfreundlicher als den Bus. Aber vielleicht gibt es ja auch Unterschiede zwischen Reisebus und Stadt-Bus, der ja viel öfter hält, und daher nicht so sparsam sein kann.

 

Viel wichtiger ist meiner Meinung nach aber, dass Bus und Bahn viel besser abschneiden als PKWs. Da kommen mir diese Zahlen noch untertrieben vor. Interessant ist ja auch: Mit wieviel Personen pro PKW wurde denn gerechnet? Mit 4? Tatsache ist aber, dass die mittlere Belegung pro PKW 1,5 ist!

 

 

Listen-Teilnehmer C:

Die ÖBB hat 2010 erstmals MEHR Fahrgäste mit dem BUS als mit der BAHN transportiert!!!! (Quelle: Der Standard). ÖBB steht doch für Österreichische Bundes BAHN. Sollte angesichts dieser Entwicklung die ÖBB in österreichische Bundes BUS  umbenannt werden? Oder in Österreichische BAHN BUS  AG?

 

http://derstandard.at/1303950498250/Millionenverlust-2010-OeBB-im-Vorjahr-mit-330-Millionen-Euro-Verlust

Die Zahl der Fahrgäste legte um 2 Prozent auf 460 Millionen zu. Auffällig dabei: 210 Millionen fuhren auf der Schiene, 250 Millionen auf der Straße.

 

Meiner Ansicht nach ist es bei den Pendlern nicht der PREIS warum die Leute mit dem Auto fahren, sonder die FAHRZEIT.

Am Wochenende könnte es wiederum am PREIS liegen warum viele lieber das Auto wählen, wie ich auch. Denn wenn ich mit meiner Familie mit den Öffis nach Krems fahren würde, müßten wir uns dort bei Eintritt und Gastronomie sehr einschränken.

 

Wer nach GRATIS Öffis verlangt, hat keine Ahnung von Finanzierung! Bei den Wiener Linien ist es zum Beispiel so das die eine Hälfte durch Einnahmen aus Ticketverkauf kommt, die andere Hälfte ist Zuschuss aus der öffentlichen Hand. Teuer finanziert, weil über Schulden und auf Schulden lastet bekanntlich der Zins.

 

 

Hinweis:

Die neue Sendereihe Openup auf Radio Orange ist endlich gestartet und die 2 Sendung von Jutta Matysek und Andi ist eine Radiosendung zu den Flächenbahnstilllegungen in Wien und Niederösterreich: http://o94.at/programs/open-up/emission?emission_id=935037
Wurde am Mittwoch, 4.5. gesendet und kann jederzeit unter dem Link http://cba.fro.at/45231 gratis runtergeladen und angehört werden.

 

Liebe BesucherInnen dieser Internetsite, Verkehrs- und CO²-Fachleute, bitten nehmen Sie dazu Stellung und bringen Sie weitere Informationen ein!

office@wienerforum.at

Georg Hartl

zurück mit Browsertaste