Seltsame Blüten treibt die Propaganda für den Bau der Nordostumfahrung und des Lobautunnels: Da führt uns "Die unabhängige dbz" (Nr. 4/2011) die Stauprobleme in Stadlau vor Augen und läßt BR Gasta verkünden, die Lösung würde im Autobahnbau liegen - mit einem Zeithorizont von eineinhalb Jahrzehnten. Alle, die nicht resigniert haben, protestieren gegen so eine "Verkehrspolitik." Unten stehenden Leserbrief habe ich an die "unabhängige bz" geschrieben - wieder einmal sehen, ob gemäß "unabhängig" auch eine Gegenmeinung publiziert wird.
LESERBRIEF AN "UNABHÄNGIGE BZ:"
Wohin mit dem Verkehr?
Zur Überlastung der Erzherzog Karl-Straße und der Stadlauerstraße nahe dem künftigen Stadtteil "Oase 22" müssen wir Bürger an die Politiker appellieren, rasch Lösungen auszuarbeiten und uns nicht auf die Nordostumfahrung zu vertrösten, die wenn sie überhaupt gebaut wird, erst um das Jahr 2026 zu erwarten ist. BR Karl Gasta macht es sich etwas zu einfach, indem er uns auf eine Straße in ferner Zukunft vertröstet, während wir jetzt im Stau stehen. Die Wirkung der Nordostumfahrung samt Lobautunnel zur Lösung der Verkehrsprobleme in Stadlau ist ohnedies äußerst fraglich. Eher ist von der geplanten "Hirschstettner Spange" ein positiver Effekt zu erwarten, da damit Verkehr aus Niederösterreich (Groß-Enzersdorf) außerhalb der Ortskerne von Eßling und Aspern auf die Tangente abgeleitet wird. Diese Umfahrungsstraße, auch Ostbahnbegleitstraße genannt, wird von vielen Bürgern seit Jahrzehnten gefordert. Man soll sie als einfache Bundesstraße raschestens, innerhalb von ein oder zwei Jahren bauen. Zu weiteren Maßnahmen, die innerhalb von Monaten zu verwirklichen sind, gehört die Verstärkung der öffentlichen Verkehrsmittel. Vor allem das Netz an Bussen als Zubringer zur U 2 soll verstärkt werden. Wie die Erfahrung mit der Verstärkung des Busses 26 A seit Jänner zeigt, sind die Leute bereit öffentliche Verkehrsmittel zu benutzen, wenn sie Platz finden darin und halbwegs rasch vorankommen. In der Morgenspitze wurde das Intervall auf drei Minuten verdichtet und die Busse sind wieder voll ausgelastet.
Georg Hartl
Übrigens:
"Den Lobautunnel soll man so schnell wie möglich vergessen," schreibt Prof. Knoflacher auf die letzte Aussendung zum Thema.