WiF   -  Wiener Forum  - 16. 8. 2009
EINE STIMME DER VERNUNFT

Geistiges Blech

Als "geistiges Blech" bezeichnete der ehemalige EU-Landwirtschaftskommissar Franz Fischler die Konjunkturpakete der österreichsichen Regierung in einem Standardinterview. "Was haben der weitere Ausbau des Autobahnnetzes und die Verschrottungsprämie mit dem Fortschritt und Innovationsgeist in Österreich zu tun," fragt er. Das aktuelle Konjunkturpaket forciere zwar den Ausbau der Infrastruktur und den Kauf neuer Autos, habe aber wenig Kraft bei der Förderung von zukunftsfähigen Entwicklungen, erklärt der ehemalige EU-Spitzenpolitiker. Aus seiner Sicht wäre es dagegen gerade jetzt notwendig, massiv in Forschung und Entwicklung zu investieren, damit man im Kampf gegen den Klimawandel besser gerüstet ist. Die Umwelttechnologie ist die Wachstumsbranche der Zukunft, die langfristig Arbeitsplätze schaffen und sichern kann.

 

Nicht noch mehr Autobahnkilometer

Fischler resümiert, dass es für den Erfolg  entscheidend sei, Forschung und Entwicklung vernetzt und interdisziplinär zu denken: "In die technologiebegründete Forschung sollten gesellschafts-, wirtschafts- und politikwissenschaftliche Aspekte mit einbezogen werden. Nicht noch mehr gebaute Autobahnkilometer bringen Österreich voran, sondern die geistige und konzeptionelle Vernetzung zwischen Wissenschaft, Unternehmen und Politik."

 

Taten, nicht nur Worte!

So wohltuend eine solche Stimme der Vernunft mitten im Sommerloch und in der Urlaubszeit ist, fragt man sich, welche Konsequenzen daraus gezogen werden. Für Fischler gilt, wie für so viele, die was richtiges sagen, dass es nicht bei bloßen Worten bleiben darf. Wo sind die konkreten Taten? Wo bleibt der konkrete Einsatz, z.B., gegen den Bau des Lobautunnels? Die Möglichkeit, per Mail einen solchen Einsatz zu fordern, finden Sie unter: http://www.oesfo.at/osf?cid=2033

 

Georg Hartl

 

Link zum gesamten Artikel:

http://derstandard.at/fs/1246544020917/Franz-Fischler-Geistiges-Blech?sap=2&_pid=13739852

 

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