WiF   -  Wiener Forum  - 11. 5. 2009

PRESSEAUSSENDUNG
 
Nicht schweigen zum Unrecht!
Gegen bessere verkehrs- und umweltwissenschaftliche Erkenntnis will die Politik den Bau der Wiener Nordostumfahrung samt Lobautunnel durchdrücken. Zwar hat die Asfinag jede Menge Geld, für Inserate und für teure Propagandaveranstaltungen, sogenannte "Planungsausstellungen." Aber den Widerstand gegen dieses Projekt kann sie damit nicht zum Schweigen bringen. So wird während der Veranstaltungen am 12. Mai in Groß-Enzersdorf, am 13. Mai in Kaiserebersdorf und am 14. Mai in Wien 22, Mittelschule Simonsgasse (jeweils 17.00 - 20.00 Uhr) auch das Wiener Forum die BesucherInnen mittels Flugblättern informieren. 
 
Unsere Anliegen:
 
Richtig investieren!
In der Wirtschaftskrise muss der Staat nicht nur Geld ausgeben, sondern dies möglichst beschäftigungswirksam tun. Tunnelbauten kosten immens viel Geld, bringen aber viel weniger Arbeitsplätze als Investitionen in öffentliche Verkehrsmittel, erneuerbare Energie, Wärmedämmung, oder auch in Bildung.  Daher: Nein zur Nordostumfahrung, nein zum Lobautunnel!
 

 

Bildung statt Beton!

Denn: "schließlich nützen Ausgaben für Bildung der Konjunktur rascher als Straßenbauprogramme" (Wifo-Chef Karl Aiginger)   

 

Soziale Sicherheit statt Beton!

Für das Gesundheitswesen, für die Sicherung der Pensionen, für die Armutsbekämpfung wird dringend mehr Geld gebraucht!

 

Mehr Busse statt Beton!

Der Lobautunnel und die ganze Nordostumfahrung dienen dem Durchzugsverkehr. Nur Fantasten glauben daran, dass damit die Staus innerhalb Wiens weniger werden. Wir Wiener haben davon nichts als die überhand nehmende Feinstaubbelastung. Zur Entschärfung der Stauzonen (z.B. Eßling, Aspern, Stadlau) brauchen wir ein dichtes Netz von Straßenbahnen und Buslinien - als Sofortmaßnahme zunächst einfach mehr Busse und Straßenbahnen in der Morgen- und Nachmittagsspitze!

 

531 Millionen Euro oder mehr 

werden für den Kauf von C02-Zertifikaten zum Fenster hinausgeworfen, weil durch das Versagen der österreichischen Umweltpolitik das Kyoto-Ziel bei weitem nicht erreicht wird und Emissionszertifikate zugekauft werden müssen. Damit hätte man Umwelt-Arbeitsplätze in Österreich schaffen können!

 

Neue Rahmenbedingungen

Angesichts der seit der Planung eingetretenen Wirtschaftskrise fordert das Wiener Forum die Überprüfung sämtlicher Straßenbauprojekte auf ihre Wirtschaftlichkeit und Notwendigkeit.

 

Rückfragehinweis:

Mag. Georg Hartl

0676/35 96 578   

office@wienerforum.at
 

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