WiF   -  Wiener Forum  -   21.2.2007

Hilferuf aus der Kirschenallee

Bitte, widmen Sie dem folgenden Aufschrei ein paar Minuten. Wenn Sie mit-betroffen sind oder andere Probleme dieser Art kennen, nehmen Sie mit uns Kontakt auf ( office@wienerforum.at ), damit sich eine Art Bürgerinitiative bilden kann und das Problem gemeinsam angegangen wird.
 

"Wir sind Anrainer der Volksschule Kirschenalle, resp. des angrenzenden Grünstreifens, welcher vom Stadtgartenamt betreut wird und auf dem sich ein Abenteuerspielplatz sowie eine Wiesenfläche mit 2 Fussballtoren befindet.
Diese Wiese entwickelt sich zunehmend zum Problem, da durch die massive Besiedelung der letzten beiden Jahre die Beeinträchtigung durch Fussballlärm unerträglich geworden ist.
 
Es geht um Erwachsene, nicht um Kinder
Gleich zur Klarstellung: Es handelt sich hierbei NICHT um eine Beschwerde über einige Kinder, die vielleicht ein wenig zu laut spielen! Diese Wiese wird zunehmend auch von Erwachsenen als Trainingsplatz benützt, konkret am Abend (im Sommer oft auch weit nach 22 Uhr) und am Wochenende. Für uns als Berufstätige bleibt eben nur der Abend und das Wochenende zum Erholen und diese Möglichkeit wurde uns vollkommen genommen.
Der Boden zwischen den beiden Fussballtoren ist zwischenzeitlich vollkommen niedergestampft, als Alternative weichen die Spieler auf die danebenliegende Wiese aus und die liegt vor unseren Fenstern. Fazit: In der warmen Jahreszeit dröhnt BEI GEZWUNGENERMASSEN IMMER GESCHLOSSENEN FENSTERN der Lärm von Ballanstößen, Torgeschrei, Kommandorufe und Jubelgekreische in jedes Zimmer und macht oft sogar das Fernsehen (z.B. abends z.B. der Nachrichten) unmöglich. Unsere Versuche, mit den lauten Spielern das Gespräch zu suchen, wurde mit Beschimpfungen sowie bösartigsten Beleidigungen quittiert und wurden aus Angst vor Vandalenakten eingestellt. Auch werden die Rücksichtslosigkeiten zum Teil immer schlimmer, so bleiben manche Eltern mit laufendem PKW-Motor direkt vor unseren Fenstern stehen und teilen ihren Kindern durch anhaltendes Hupen mit, dass sie nun abgeholt werden. Eine Erholung im Garten ist praktisch überhaupt nicht mehr möglich. 
 
Will keiner "was machen?"
Wir haben uns zunächst an den Bürgerdienst gewandt, wo wir die Information erhalten haben, dass man gegen Spielplätze eben nichts unternehmen kann - wir haben damit zu leben. Eine Anfrage bei der MA42 (Stadtgartenamt) mit dem Hinweis, dass bei Wind und Sturm die Staubentwicklung durch die kahlen Flächen ebenfalls zum Problem geworden ist (Feinstaubbelastung???), blieb erfolglos, wir wurden weder vom Verantwortlichen  zurückgerufen noch wurde auf unsere E-Mails geantwortet.

Polizei, dein Freund und Helfer?
Auf neuerlicher Anfrage beim Bürgerdienst schickte man uns einen Polizisten ins Haus, welcher uns u.a. über die "Subjektivität von Lärmempfindung" aufklärte und nach einer Kontrolle der Situation nach einigen Tagen (bei starkem Regen, also bei sehr minimalen Fussballaktivitäten) mehr oder weniger (sinngemäß) erklärte, dass wir Querulanten sind, die der Polizei die Zeit stehlen. Ein Hinweis darauf, dass durch die Fussballspieler auch die Gartenzäune beschädigt und die Postkästen zu Brei geschossen werden, interessierte ihn überhaupt nicht. Ein Hinweis darauf, dass sich nebenan auch ein Spielplatz für kleine Kinder befindet, welche durch die mit der Wucht eines trainierten Fussballers geschossenen Bälle verletzt werden könnten, wurde mit einem Achselzucken und einem "Sowas passiert halt..." kommentiert.

Bezirksvkorsteher, PolitikerInnen: keine Antwort!
Mehrere Mails an die Bezirksvorstehung sowie 2 persönliche Mails an die Gemeinderätin Ingrid Schubert mit der Bitte, mit uns gemeinsam eine Lösung zu suchen bzw. um einen Gesprächstermin wurden ebenfalls einfach nicht beantwortet.

Nicht spannend genug für die Medien?
Zu guter Letzt hat uns nun sogar der Ombusman der Kronenzeitung ebenfalls keiner Antwort gewürdigt.

 
Nichts gegen Fussball
Auch wenn man nun der Meinung ist, dass die Möglichkeit zum Fussballspiel wichtig und notwendig ist (wir haben generell ja auch nichts dagegen), ist es nun doch mehr als diktatorisch, Anrainern diese Lärmquelle einfach vor die Nase zu setzen und jeden Versuch, einen gemeinsamen Konsens zu finden, zu ignorieren! Unser Heim ist seit ca. 30 Jahren in Familienbesitz und nun hat man offensichtlich vor, uns durch Lärmmobbing zu vertreiben. Ich empfinde das Verhalten der Bezirksvorstehung bzw. der MA42 als absolut menschenverachtend. Ein Umzug kommt für uns aufgrund familiärer Verpflichtungen (Pflege eines schwerkranken Elternteils, für den der Garten trotz des Lärms einer der wenigen Plätze ist, an denen er sich erholen kann) und finanziellen Gründen absolut nicht in Frage...
 
Ich würde mich sehr freuen, wenn ich von Ihnen eine Antwort erhalten würde.
 
Mit freundlichen Grüssen,
N. N."
(Name und Anschrift der Redaktion bekannt)
 

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