WiF   -  Wiener Forum  -  24.6.2006


Presseinformation zur Buslinie 26 A, Groß-Enzersdorf – Kagran

Auf der Linie 26 A, Groß-Enzersdorf – Kagran werden dringend mehr Busse gebraucht.

Seit einigen Monaten kommt es in der morgendlichen Verkehrsspitze, etwa zwischen 6.00 und 8.00 Uhr zu erheblichen Verkehrsstaus, die auch das Vorankommen der Autobusse behindern. Insbesondere sind die Bereicht Eßling und Stadlau (Konstanziagasse) betroffen.

Dringend notwendige Maßnahmen:

1) In den Spitzenzeiten (6.00 bis 8.00 Uhr) und zur Nachmittagsspitze brauchen wir mehr Busse.
Will man ernsthaft Vermerkehrsteilnehmer zum Umstieg vom Auto in den Bus gewinnen, muss man ihnen einen Sitzplatz anbieten können, zumindest den "Langstreckenfahrern", also allen, die von Groß-Enzersdorf, Eßling oder Aspern nach Kagran fahren. Derzeit gibt es am Morgen meist bereits in Eßling keine Sitzplätze mehr und ab Aspern sind auch die Stehplätze überfüllt.

In der Morgenspittze (6.00-8.00 Uhr) gehört das Intervall der Busse auf drei Minuten gesenkt, es müssten also 40 Busse verkehren in diesen zwei Stunden. Die Bereitschaft, den Bus statt dem Auto zu benutzen ist bei vielen Verkehrsteilnehmern gegeben, wenn sie einen Sitzplatz bekommen und in einer vernünftigen Zeit das Fahrziel erreichen. Derzeit braucht der Bus 26 A von der Station Eßling Schule bis Kagran nicht selten an die 40 Minuten. Z.B. 22.6.06 von 7.06 bis 7.42 (36 Minuten). Lt. Fahrplan sollten es nur 24 Min. sein.

2) Jene Ampeln,
die noch nicht vom Bus aus schaltbar sind, sollen raschestens erneuert werden, damit sich der Bus den Weg freischalten kann.

3) Konstanziagasse;

Für den stadteinwärts fahrenden Bus soll vor der Station Konstanziagasse noch ein kleines Stück Bsspur errichtet werden.
Dem Individualverkehr braucht dabei kein Fahrstreifen weggenommen werden, sondern lediglich ein paar Parkplätze, die dort während der Morgenspitze nicht unbedingt gebraucht werden.
Weiters soll die Ampel an der Kreuzung so geschaltet werden, dass der Bus vor dem Individualverkehr rasch zwei Fahrstreifen nach links wechseln kann. Dies wäre ein Zeitgewinn für den Bus und für den Individualverkehr.

Zählung der stadteinwärts fahrenden KFZ
Di.,  20. Juni 2006, 6.00–8.00 Uhr, an der Haltestelle Podlahagasse des Busses 26 A

Zeit

Kennzeichen W

Kennz. GF u.a.

gesamt

Busse 26 A

6.00-6.15

80

155

235

2

6.15-6.30

75

155

230

3

6.30-6.45

70

160

230

4

6.45-7.00

70

195

265

3

7.00-7.15

75

185

260

4

7.15-7.30

75

165

240

3

7.30-7.45

80

135

215

3

7.45-8.00

90

140

230

4

Summe

615

1290

1905

26

Prozent

32,2

67,7

100

 

Veränderungen gegenüber 2005:

W Anzahl W % GFu.a. Anz. GF u.a.% Insg. Anz. insg. % Busse Anz. Busse %

+70

+12,8

+20

+1,6

+90

+4,7

-4

-13,3

Der Zunahme des Verkehrs um fast 5 % steht also eine Reduktion der Bus-Kapazitäten um über 13% gegenüber.

Bus:
Durchschnittliches Intervall 4,62 Minuten. Dazu kommt, dass die Intervalle stark schwanken, nämlich von 1 bis 7 Minuten.
Durchschnittliche Anzahl der Fahrgäste, aufgrund der Beobachtung geschätzt: 35

Busschleuse:
Durchschnittliche Stehzeit des Busses zum Ein- u. Aussteigen: 20 Sekunden

Durchschnittliche Anzahl der Fahrzeuge, die hinter dem Bus zu stehen kommen: 15, wobei das Fahrzeug unmittelbar hinter dem Bus die volle Zeit steht, während das 15. nur anhält und sofort wieder wegfährt, ergibt also eine durchschnittliche Stehzeit von 10 Sekunden. Nicht mitberechnet bleibt er Zeitverlust für die KFZ durch Abbremsen und Anfahren, aber ein solcher ergibt sich z. T. auch, wenn ein Bus in eine Busbucht einfährt bzw. von dieser herauskommt.

Zeitbudget für alle drei Busschleusen insgesamt:
Geht man davon aus, dass es sich in allen drei Busschleusen (Fellnergasse, Englischfeldgasse und Podlahagasse), gleich verhält, so ergibt sich folgendes durchschnittliches Zeitbudget:

15 Autos stehen 30 Sekunden lang, ergibt mit je einer Person besetzt insgesamt 7,5 Minuten Stehzeit. Wenn der Bus, mit 35 Personen besetzt, durch die Busschleusen schätzungsweise nur eine Minute gewinnt, werden dadurch insgesamt 35 Minuten Zeit gewonnen – also das Vier- bis Fünffache, was an Zeit für Autofahrer verloren geht.

Stausituation:
Die Staus hinter den Bussen halten sich in Grenzen bzw. es kommt zu zähflüssigem Verkehr, während von der Ampel an der Kreuzung mit der Schafflerhofstr. manchmal der Stau bis über die Podlahagasse hinaus zurückreicht.
 

Zum Vergleich: Ergebnisse der Verkehrszählung vor einem Jahr:

Zählung der stadteinwärts fahrenden KFZ
Di., 12. April 2005, 6.00–8.00 Uhr, an der Haltestelle Podlahagasse des Busses 26 A

Zeit

Kennzeichen W

Kennz. GF u.a.

gesamt

Busse 26 A

6.00-6.15

75

175

250

4

6.15-6.30

45

145

190

3

6.30-6.45

55

165

220

4

6.45-7.00

65

175

240

4

7.00-7.15

55

130

185

3

7.15-7.30

75

195

270

4

7.30-7.45

85

135

220

4

7.45-8.00

90

150

240

4

Summe

545

1270

1815

30

Prozent

30%

70%

100%

 

Bus:
Durchschnittliches Intervall 4 Minuten
Durchschnittliche Anzahl der Fahrgäste, aufgrund der Beobachtung geschätzt: 30

Busschleuse:
Durchschnittliche Stehzeit des Busses zum Ein- u. Aussteigen: 20 Sekunden

Durchschnittliche Anzahl der Fahrzeuge, die hinter dem Bus zu stehen kommen: 15, wobei das Fahrzeug unmittelbar hinter dem Bus die volle Zeit steht, während das 15. nur anhält und sofort wieder wegfährt, ergibt also eine durchschnittliche Stehzeit von 10 Sekunden. Nicht mitberechnet bleibt er Zeitverlust für die KFZ durch Abbremsen und Anfahren, aber ein solcher ergibt sich z. T. auch, wenn ein Bus in eine Busbucht einfährt bzw. von dieser herauskommt.

Zeitbudget für alle drei Busschleusen insgesamt:
Geht man davon aus, dass es sich in allen drei Busschleusen (Fellnergasse, Englischfeldgasse und Podlahagasse), gleich verhält, so ergibt sich folgendes durchschnittliches Zeitbudget:

15 Autos stehen 30 Sekunden lang, ergibt mit je einer Person besetzt insgesamt 7,5 Minuten Stehzeit. Wenn der Bus, mit 30 Personen besetzt, durch die Busschleusen schätzungsweise nur eine Minute gewinnt, werden dadurch insgesamt 30 Minuten Zeit gewonnen – also das Vierfache, was an Zeit für Autofahrer verloren geht.

Stausituation:
Die Staus hinter den Bussen halten sich in Grenzen bzw. es kommt zu zähflüssigem Verkehr, während von der Ampel an der Kreuzung mit der Schafflerhofstr. manchmal der Stau fast bis zur Podlahagasse zurückreicht.


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